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Was erledige ich wo ?

Wir möchten es Ihnen leicht machen, für jede Angelegenheit schnell die zuständige Stelle zu finden.

Sie haben mehrere Möglichkeiten die entsprechende Aufgabe zu finden:

  • Geben Sie über die Suche einen Suchbegriff ein
  • Suchen Sie die Aufgabe in der alphabetischen Auflistung
  • Suchen Sie die Aufgabe über die Navigation Lebenslagen

 


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    Versicherungsberaterin/Versicherungsberater Erlaubnis

    Leistungsbeschreibung

    Für die Tätigkeit als Versicherungsberaterin oder Versicherungsberater wird eine Erlaubnis benötigt, die von der zuständigen Stelle erteilt wird. Ein Eintrag ins Vermittlerregister ist notwendig. Mit dem Antrag auf Erlaubnis als Versicherungsberaterin/Versicherungsberater kann gleichzeitig ein Antrag auf Eintragung in das Vermittlerregister bei der zuständigen Stelle gestellt werden.

    Für Inhaberinnen und Inhaber der Erlaubnis gilt die Informationspflicht.

    Beim ersten Geschäftskontakt müssen gegenüber der Kundin/dem Kunden demnach bestimmte Angaben gemacht werden. Pflichtinformationen sind z.B.

    • Name und Anschrift der Versicherungsberaterin/des Versicherungsberaters,
    • Aussage, ob bestimmte Versicherungen vertreten werden (Versicherungsvertretung), oder
    • ob Versicherungen vermittelt werden (Maklertätigkeit), oder
    • ob zu Versicherungen beraten wird (Versicherungsberatung)

    Ohne Erlaubnis darf eine Versicherungsberaterin/ein Versicherungsberater vor allem in folgenden Fällen vermitteln:

    • Die Beratung über Versicherungen erfolgen geringfügig als Nebenerwerb ("Bagatellvermittler").
    • Die Beratung erfolgt nur als Ergänzung zu einer anderen Tätigkeit.

    Besonderheiten für ausländische Staatsangehörige

    Ausländische Staatsangehörige, die in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) eine Niederlassung haben, müssen sich in diesem Land registrieren lassen. Sie benötigen in Deutschland weder eine Erlaubnis noch können sie sich in das deutsche Versicherungsvermittlerregister eintragen lassen.

    Für ausländische Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten gelten dieselben Bestimmungen wie für deutsche Staatsangehörige. Diese gelten auch für EU-Staatsangehörige, die ausschließlich in Deutschland ein entsprechendes Gewerbe anmelden.

    Allgemeine ausländerrechtliche Bestimmungen müssen eingehalten werden. Sofern bestimmte deutsche Ausbildungen zum Nachweis der Sachkunde ausreichen, gelten vergleichbare Nachweise aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) als gleichwertig.

    An wen muss ich mich wenden?

    Die Zuständigkeit liegt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK).

    Dieses Verfahren kann auch über einen "Einheitlichen Ansprechpartner" abgewickelt werden. Bei dem "Einheitlichen Ansprechpartner" handelt es sich um ein besonderes Serviceangebot der Kommunen und des Landes für Dienstleistungserbringer.

    Welche Unterlagen werden benötigt?

    • Ausgefülltes Antragsformular
    • Kopie Personalausweis oder eines vergleichbaren Identifikationspapiers
    • Für den Nachweis der unternehmerischen Rechtsform
      • Unternehmenssitz in Deutschland:
        • Auszug aus dem Handelsregister bzw. Partnerschaftsregister bzw. eine Ausfertigung des Gesellschaftsvertrages (z.B. bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR))
      • Unternehmenssitz im Ausland:
        • Dokumente aus dem Herkunftsland, die die Rechtsform nachweisen
    • Für den Nachweis der persönlichen Zuverlässigkeit
      • Wohnsitz in Deutschland:
        • Führungszeugnis für Behörden (Belegart O)
        • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
      • Wohnsitz im Ausland:
        • Dokumente aus dem Herkunftsland, die die persönliche Zuverlässigkeit der antragstellenden Person nachweisen
    • Nachweis über geordnete Vermögensverhältnisse:
      •  Wohnsitz in Deutschland:
        • Auszug aus dem Schuldnerverzeichnis, Bescheinigung des Insolvenzgerichts und Bescheinigung des Finanzamtes in Steuersachen
      •  Wohnsitz im Ausland:
        • Dokumente aus dem Herkunftsland, die geordnete Vermögensverhältnisse nachweisen
    • Sachkundenachweis oder Nachweis bestimmter Berufsabschlüsse (Auskunft bei der zuständigen Stelle, welche Berufsabschlüsse anerkannt werden)
    • Nachweis über das Bestehen einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

    Zur Überprüfung der persönlichen Zuverlässigkeit kann die zuständige Stelle weitere Dokumente anfordern.

    Bei juristischen Personen (GmbH, Unternehmensgesellschaften, AG, eingetragene Genossenschaften) muss das Antragsformular lediglich für die juristische Person ausgefüllt werden. Alle personenbezogenen Unterlagen müssen für alle zur Geschäftsführung berechtigten natürlichen Personen eingereicht werden (z.B. Personalpapiere). Für die juristische Person ist außerdem ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister erforderlich.

    Personengesellschaften (GbR, KG, OHG, PartG, GmbH & Co. KG) sind als solche nicht erlaubnisfähig. Daher benötigt jeder geschäftsführende Gesellschafter und jede geschäftsführende Gesellschafterin die Erlaubnis. Für jede dieser Personen sind ein ausgefülltes Antragsformular und sämtliche persönliche Unterlagen einzureichen.

    Welche Gebühren fallen an?

    Es fallen Gebühren nach der Gebührensatzung der zuständigen Stelle an.

    Welche Fristen muss ich beachten?

    Es müssen keine Fristen beachtet werden. Die Tätigkeit darf aber erst aufgenommen werden, wenn die Erlaubnis erteilt wurde.

    Formulare

    Was sollte ich noch wissen?

    Die erteilte Erlaubnis gilt unbefristet. Sie endet erst, wenn die Versicherungsberaterin/der Versicherungsberater darauf verzichtet. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die zuständige Stelle eine Erlaubnis widerrufen oder zurücknehmen und die Versicherungsberater/den Versicherungsberater aus dem Vermittlerregister löschen lassen.

    Voraussetzungen

    • Für den Gewerbebetrieb notwendige Zuverlässigkeit
      • Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt nicht, wer in den letzten fünf Jahren wegen eines Verbrechens oder bestimmter Vergehen rechtskräftig verurteilt wurde.
    • geordnete Vermögensverhältnisse
      • Diese werden nicht erfüllt, wenn
        • über das eigene Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet oder
        • mangels Masse abgewiesen wurde oder
        • die antragstellende Person im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist.
    • Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung
      • Derzeit gilt eine Mindestdeckungssumme von
      • 1.130.000,00 Euro für jeden Versicherungsfall und
      • 1.700.000,00 Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres insgesamt.
    • angemessene Kenntnisse und Fertigkeiten