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Titelbild - Hochwasserschutz
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Bad Salzdetfurth nach dem Hochwasser Juli 2017

Hochwasserschutz

Im Juli 2017 wurde Bad Salzdetfurth von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Niederschläge von bis zu 220 l/qm innerhalb von drei Tagen ließen Alme, Riehe, Lamme und Innerste auf bisher uner-reichte Pegelstände anschwellen. Zehn von dreizehn Ortsteilen des Stadtgebietes waren vom Hochwasser betroffen. Die Fluten haben Schäden an Privateigentum, Gewerbebetrieben und kommunaler Infrastruktur in Millionenhöhe verursacht.

Die Bildergalerie vermittelt einen Eindruck, wie es am 26. Juli 2017 im Stadtgebiet aussah:


In der Ratssitzung am 14. September 2017 wurde umfassend über den Ablauf der Ereignisse vom 24. bis 30. Juli 2017 berichtet.
In der Sitzung wurden sowohl über die wesentlichen Merkmale des Einsatzes sowie über bisher erfolgte und künftige Hochwasserschutz-maßnahmen referiert. Auch die kurzfristig geplanten Unterhaltungs-maßnahmen der Stadt Bad Salzdetfurth wurden vorgestellt.

Die Präsentation aus der Ratssitzung finden Sie hier.  Das Konzept zum Hochwasserschutz des Landkreis Hildesheim finden Sie  hier.

Für Auskünfte, Informationen aber auch für Anregungen und Hinweise finden Sie oben rechts eine Kontaktadresse.

Unter den folgenden Überschriften sind umfassende Informationen rund um das Thema "Hochwasserschutz" aufgeführt.

Technischer Hochwasserschutz im Nordraum: Detfurth, Wesseln, Klein Düngen, Groß Düngen, Heinde, Hockeln

Ortsteil Hockeln:

Die Baumaßnahme im Bereich Hockeln ist abgeschlossen. Dort sind Spundwände zum Hochwasserschutz installiert.
(Stand: Nov. 2018)

Ortsteil Klein Düngen:

Durch intensive Gespräche ist es gelungen, für den Ortsteil Klein Düngen das Einvernehmen der beteiligten Grundstückseigenütmer für innerörtliche Schutzmaßnahmen im Rahmen eines sog. Planverfahrens herzustellen.  Am 2. November 2018 erfolgt der "Erste Spatenstich" für die Schutzmaßnahmen auf dem Grünstreifen am östlichen Ortsrand (Baugebiet Fohlenfeld). Die Verwallungen in der Ortslage sind für Frühjahr 2019 geplant.

(Stand: November 2018)
Bericht der Hildesheimer Allgemeine Zeitung finden Sie hier.

Weitere Maßnahmen sind in Planung. Für diese ist ein Planfeststellungs-verfahren erforderlich.

Ortsteil Groß Düngen

Der Landkreis Hildesheim wird im Jahr 2018 mit dem Planfestellungs-verfahren Klein Düngen und Groß Düngen beginnen. Dieses Verfahren dauert mindestens sechs Monate - vorbehaltlich der Zustimmung aller Beteiligten.
Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen durch Deiche, Schutzmauern und Binnenentwässerung erfolgt dann in den Jahren 2019/2020.
(Stand: Oktober 2017)

Ortsteil Heinde:

Mühlenweg:
Bau von Verwallungen durch die Grundstückseigentümer im Sommer 2018. Daran angepasst wurde ein mobiler Hochwasserschutz angepasst.

Wulfeskuhle:
Im Bereich Wulfeskuhle erfolgt die Entwässerung der landwirt-schaftlichen Flächen und der Zentraldeponie Heinde über einen Bachlauf, der in einen städtischen Graben mündet. In diesem Bereich kommt es immer wieder zu Überschwemmungen. Aufgrund der Beteiligung der Zentraldeponie und des Realverbandes unterstützt der Landkreis Hildesheim als Untere Wasserbehörde die Planungen. Die Regulierung soll durch mehrere Staustufen bzw. kleinere Rückhalte-becken erfolgen. Vorbehaltlich der Einwilligung aller Grundstücks-eigentümer kann die Umsetzung kurzfristig begonnen werden.

Die Planungen für die Staustufen bzw. Rückhaltebecken sind abgeschlossen und werden nun in den beteiligten Realverbänden diskutiert.
(Stand: April 2018)  

Ortsteil Detfurth:

Erhöhung des Vorrechens im Bereich des "Gehlenbach" wurde im Sommer 2018 vorgenommen.

Technischer Hochwasserschutz im Südraum:
Breinum, Östrum, Wehrstedt, Bad Salzdetfurth

Ortsteile Breinum und Östrum:

Die künftigen Schutzmaßnahmen können nur in Kooperation mit den Gemeinden Lamspringe und Sibbesse geplant werden, da die Oberläufe von Alme, Riehe und Lamme von entscheidender Bedeutung sind. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Hildesheim übernimmt feder-führend die Leitung für diese Hochwasserpartnerschaft.
Aufgrund der gemeindeübergreifenden Betrachtung ist ein Planfest-stellungsverfahren zwingend erforderlich.

Am 6. Juni 2018 fand unter großer Bürgerbeteiligung in der Aula der IGS Bad Salzdetfurth die angekündigte Informationsveranstaltung für die Planungen an Alme und Riehe statt.
Der Landkreis Hildesheim hat die Unterlagen zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Eine Vorstellung der Detailplanung ist für Frühjahr 2019 geplant.

(Stand: Nov. 2018)

Unterhaltungsmaßnahmen

An Innerste, Lamme, Riehe, Alme und allen weiteren Nebengewässern erfolgt eine Gewässerschau um weitere Unterhaltungsmaßnahmen und Ausholzungen festzulegen.

Inzwischen sind Unterhaltungsmaßnahmen an allen Gewässen durchgeführt worden. Weitere sind geplant.

(Stand: April 2018)

Unterhaltungsverband Untere Innerste lässt Lamme ausbaggern

In der Salzpfännerstraße steht der Bagger und holt Schaufel für Schaufel Schlick aus dem Flussbett. Durch das Hochwasser im vergangenen Jahr setzten sich Schlamm und Sedimente im Lammebett ab. Diese werden nun beseitigt und der Gewässerquerschnitt wird wieder hergestellt. Auftraggeber für diese Maßnahme ist der Unterhaltungsverband Untere Innerste.

Gleichzeitig lässt Verbandsingenieurin Claudia Kumm in die Mitte des Flussbettes eine Rinne ziehen. Diese dient dazu, dass sich bei extrem niedrigen Pegelständen das Wasser dort sammeln und abfließen kann.

Zuständig für die Gewässerunterhaltung ist der Unterhaltunsverband Untere Innerste. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet der ehrenamtliche Verband mit dem Leineverband zusammen. In den kommenden Wochen stehen weitere Unterhaltungsarbeiten auf dem Programm. Dann wird Fluss für Fluss abgearbeitet - als nächstes ist die Alme in Almstedt dran.

(Stand: 01.08.2018)

Hochwasseraudit

Die Stadt Bad Salzdetfurth hat ein Hochwasseraudit beauftragt.

Aus dieser fachlichen Beurteilung, die Ende Januar 2018 vorgenommen wird, werden sich weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz ableiten.

Die Ergebnisse aus dem Audit wurden in der Ratssitzung am 8. März 2018 durch den Auditor Reinhard Vogt präsentiert.

Weitere Hochwasserschutzmaßnahmen

Die Stadt Bad Salzdetfurth hat 2018 folgende Maßnahmen getätigt: 

  • Ankauf einer Sandsackfüllmaschine
  • Ankauf von mobilem Hochwasserschutz
  • Anpassung der Ausstattung der Ortsfeuerwehren

Hinweise zur Eigenvorsorge und zum Selbstschutz

Den speziellen Vorschriften über den Hochwasserschutz vorangestellt, begründet das Wasserhaushaltsgesetz eine allgemeine Sorgfaltspflicht der Bürgerinnen und Bürger.

§ 5 Abs. 2 WHG

„Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorge-
maßnahmen zum Schutz vor nachteiligen Hochwasserfolgen und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grund-
stücken den möglichen nachteiligen Folgen für Mensch, Umwelt oder Sachwerte durch Hochwasser anzupassen.“

Hierzu gibt es zahlreiche Informationen zur Eigenvorsorge und zum Selbstschutz. Eine Auswahl dazu finden Sie nachstehend aufgeführt. Der Link führt Sie auf die entsprechende Internetseite, weiterhin stehen die Broschüren zum Download bereit.

Hochwasserschutzfibel - Objektschutz und bauliche Vorsorge

herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.
www.bmub.bund.de/service/publikationen

Download hier.

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen

herausgegeben vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

www.bbk.bund.de/DE/Service/Publikationen

- Download hier.

Der Hochwasserpass - Informieren, Vorbeugen, Schützen

Eine Initiative des Hochwasser Kompetenz Centrum e.V. (HKC)

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt

Birgit Ziemann »
Oberstraße 6
31162 Bad Salzdetfurth

Telefon: 05063 999-102
Fax: 05063 999-111
E-Mail oder Kontaktformular

Kontakt im Krisenfall

Bei Hochwasser oder in einem anderen Krisenfall erreichen Sie die Stadt Bad Salzdetfurth wie folgt:

Bürgertelefon:
05063/999-200

Mail:
hochwasser@bad-salzdetfurth.de