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Titelbild - Bürger
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Grußwort des Bürgermeisters

Das Jahr 2020 wird uns allen wohl als das Jahr der Corona-Pandemie im Gedächtnis bleiben. Seit März wurde die weltweite Entwicklung dieser neuen Erkrankung – COVID-19 – zur unmittelbar spürbaren Bedrohung, auch in Bad Salzdetfurth. Ein drohender Kollaps des Gesundheitssystems führte zu Einschränkungen im täglichen Leben. Schulen und Kindertagesstätten mussten zeitweise schließen, genauso wie Gastronomie, Hotels und  Fitness-Studios. Erfreulicherweise gibt es staatliche Hilfsprogramme. Dazu berät in unserer Region die Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG, alle Infos hierzu finden Sie auf der städtischen Homepage.

Die jüngste Entwicklung der Zahl der Corona-Neuinfektionen übertrifft leider noch einmal alles, was wir im Frühjahr und Frühsommer erlebt haben. Auf der Basis des Beschlusses der Bundeskanzlerin, des Bundeskabinetts und der Regierungschefinnen und -chefs der Länder wurde für Niedersachsen eine neue Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Viele der aktuellen Einschränkungen treffen Bereiche, in denen sich viele Menschen sehr für sichere Rahmenbedingungen engagiert haben. Jetzt aber müssen zur Durchbrechung der viel zu dynamischen Infektionsentwicklung sehr schnell und sehr gründlich die direkten Kontakte der Menschen reduziert werden so gut es irgend geht.

Obwohl die Pandemie das beherrschende Thema dieses Jahres war und ist, gab es weitere Herausforderungen zu bewältigen.

Im Laufe des Jahres konnten die Positionen der drei Fachbereichsleitungen mit Marion Schnelle, Heiko Räther und Eike Hillebrecht neu besetzt werden. Damit ist die mehrjährige Vakanz mindestens immer einer Führungsstelle beendet und die Aufgabenerledigung wurde bereits mit großem Einsatz und viel Engagement begonnen. Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die nun die neuen Fachbereichsleitungen mit unschätzbarer Erfahrung und Wissen unterstützen. 

Der Umbau des Marktplatzes in Bad Salzdetfurth schreitet zügig voran. Im kommenden Sommer werden wir die neue Mitte unserer Stadt völlig neu erleben können. Eine solche Baumaßnahme hat in den vergangenen Monaten für Anwohner, Geschäftsleute und Gastronomie viele Belastungen mit sich gebracht - ich bin aber überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt.

Alle 10 Jahre prüft eine Kommission im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, ob die Kurorte in Niedersachsen ihrem Status noch gerecht werden. 2019 brachte die sogenannte Reprädikatisierung für uns in Bad Salzdetfurth die Auflage mit sich, die Tourist-Information und die Altstadt barrierefrei zu gestalten. In der Folge ist im Solebad ist eine moderne und ansprechende Anlaufstelle für unsere Gäste entstanden. Trotz der zeitweiligen Reisebeschränkungen wurde die Tourist-Info im Solebad von den Gästen bereits gut angenommen. Besonders erfreulich: Kürzlich hat der Deutsche Tourismusverband die Einrichtung mit seiner roten i-Marke zertifiziert und zwar auf Anhieb mit einem Ergebnis sowohl über dem Landes- als auch dem Bundesdurchschnitt.

Barrierefrei ist aber nicht nur die neue Tourist-Information, sondern nun auch die Altstadt. Auflage war, ein qualitativ hochwertiges Fußwegenetz zu bieten. Daher wurden an rund 40 Standorten in der Altstadt und im Bereich der Kliniken barrierefreie Übergänge geschaffen, abgestimmt mit Vertretern der Behindertenverbände. Mit der Erfüllung dieser Auflagen darf sich Bad Salzdetfurth auch in den kommenden 10 Jahren mit dem Titel „Anerkanntes Heilbad“ schmücken.

Die Klimaziele in Deutschland werden wir nur erreichen, wenn wir uns auch dem Thema Mobilitätsverhalten annehmen. Hierfür gilt es zunächst, Angebote zu schaffen, die das heutige Angewiesensein auf einen Pkw bei vielen Fahrten reduzieren. Ich freue mich daher besonders, dass in Kürze ein weiteres Anruflinientaxi (ALT) etabliert werden wird. Nachdem zu Beginn diesen Jahres Heinde, Lechstedt, Listringen, Hockeln und Klein Düngen eine Anbindung an den Bahnhof Groß Düngen erhalten haben, steht nun ein ALT für die Ortschaften Breinum, Östrum und Bodenburg für Januar 2021 auf der Tagesordnung. Erstmals wird für diese Orte damit auch eine Möglichkeit geschaffen, die umfangreichen Einkaufsmöglichkeiten in der Südstadt und in Wehrstedt bequem zu erreichen. Weiterhin steht die Verwaltung zu Verbesserungen im Schülerverkehr mit den Entscheidungsträgern von Landkreis und Landesnahverkehrsgesellschaft im ständigen Austausch. Die Nordwestbahn wird im Dezember 2021 durch die DB Regio als Betreiber der Lammetalbahn abgelöst.

Seit längerem stehen die Straßenausbaubeiträge in Bad Salzdetfurth auf dem Prüfstand. Bis zur einer Lösung wurden alle Straßenausbauten ausgesetzt. In der Ratssitzung am 3.12.2020 stand das Thema auf der Tagesordnung. Allerdings hat der Rat der Stadt Bad Salzdetfurth kein neues Straßenausbaubeitragsrecht beschlossen. Somit gilt die Satzung von 2010 unverändert weiter. Sowohl Anträge von SPD/Linke zur vollständigen Abschaffung als auch CDU/Grünen zur (ungefähren) Halbierung der bisherigen Beitragshöhe für die Bürgerinnen und Bürger wurden jeweils mit Stimmengleichheit abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde die Ursprungsvorlage der Verwaltung zur (etwa) 20 %-igen Reduzierung der Beitragshöhe für die Bürgerinnen und Bürger. Einstimmig beschlossen wurde aber eine Resolution an das Land Niedersachsen, die Rechtsgrundlage für Straßenausbaubeitragssatzungen bei entsprechendem Finanzausgleich abzuschaffen. Nach Fertigstellung finden Sie die öffentlichen Protokolle der Rats- und Ausschusssitzungen im Bürgerinformationssystem Allris.

Nach langjähriger Planung konnte mit einer 80-prozentigen Förderung des Landes endlich die Brücke am Jahnplatz erneuert werden. Damit wird die fußläufige Verbindung erstmals barrierefrei hergestellt.

In Heinde entstehen neue Kindertagesstätte und die Mensa der Grundschule und werden voraussichtlich bis Sommer 2021 fertiggestellt.

Zur Realisierung des Neubaus der Grundschule Groß Düngen wurde im Herbst der Architektenwettbewerb gestartet. Das in der Phase 0 erarbeitete Raumprogramm ist dafür die Grundlage.

Auch in diesem Jahr können die Mitglieder der Ortsfeuerwehren in Bad Salzdetfurth auf zahlreiche Einsätze zurückblicken. Der Einsatz, der von den Kameradinnen und Kameraden geleistet wird, kann nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden. Ein kleiner Dank dafür ist seit diesem Sommer für alle Aktiven der kostenlose Eintritt in das Bad Salzdetfurther Freibad. Eine gute Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren ist grundlegend für deren ehrenamtlichen Einsatz. Daher werden weitere Feuerwehrfahrzeuge angeschafft und die politischen Gremien haben eine Empfehlung ausgesprochen, wie es mit dem Neubau von Feuerwehrhäusern weitergehen soll.

In den vergangenen Wochen erreichte uns gleich von zwei Firmen auf dem TecCenter-Gelände die Nachricht, dass es zu Entlassungen kommen wird. Die Branche der Automobilzulieferer befindet sich im Umbau zur E-Mobilität. Auch die Corona-Pandemie bleibt nicht ohne Folgen. Die Stadt Bad Salzdetfurth bemüht sich gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft HI-REG darum, für die Arbeitskräfte, die von den Kündigungen betroffen sind, Alternativen aufzuzeigen. Unser Bestreben liegt darin, das Potential, die Kenntnisse und die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Region zu erhalten. Wir wollen für die Zeit nach diesen Veränderungen, wenn wir sie schon nicht verhindern können, zumindest Perspektiven aufzeigen.

Im kommenden Jahr stehen Kommunalwahlen an. Am 12. September 2021 werden die Ortsräte und der Stadtrat neu gewählt. Ich hoffe, dass sich genügend Bewerberinnen und Bewerber für diese Aufgabe finden und appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung für ihren Ort zu übernehmen.

Stadtverwaltung und Ortschaften wurden im vergangenen Jahr enger vernetzt. In mehreren Runden war ich im Gespräch mit allen Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern, auch fast alle Ortsräte habe ich mittlerweile besucht. Für die Koordination gibt es nun eine Extra-Ansprechpartnerin innerhalb der Stadtverwaltung.

Ich möchte es auch in diesem Jahr nicht versäumen, mich bei denen zu bedanken, die sich für das Wohl Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren. Aus der Bewerbungsphase zur Kulturhauptstadt 2025 hat sich mir der Slogan „We care“ eingeprägt. Kulturhauptstadt wird unsere Region nun nicht, aber die Kultur dessen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, möchte ich auch in Zukunft unterstützen und fördern. Kümmern wir uns um unsere Mitmenschen: ob in Sport-, Musik-, Heimat- oder Kulturvereinen, in den Freiwilligen Feuerwehren, dem Roten Kreuz, in Kirchengemeinden oder als gewählte Vertreter in den politischen Gremien. Für das, was im Jahr 2020 dort an ehrenamtlicher, engagierter Arbeit geleistet wurde, möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen. Danken möchte ich auch denen, die insbesondere in den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie Großartiges geleistet haben. Ob in Schule oder Kindergärten, im Handel und vor allem in den Pflegeeinrichtungen – Sie alle sind für mich Heldinnen und Helden des Alltags.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche und erholsame Weihnachtsfeiertage, die in diesem Jahr sicher ganz anders daherkommen als wir es gewohnt sind. Ich grüße unsere Freundinnen und Freunde in den Partnerstädten Kelbra, Benicassim, Yate und Bochnia.

Für das Jahr 2021 alles Gute und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Ihr Bürgermeister

Björn Gryschka


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